PTFE, in der Alltagssprache oft Teflon genannt, wird wegen seiner sehr niedrigen Reibung und hervorragenden Chemikalienbeständigkeit geschätzt. Es ist oft die richtige Antwort, wenn ein Bauteil mit Fluiden, Dichtungssystemen oder Umgebungen interagiert, die viele andere Kunststoffe schnell herausfordern würden.
Der Kompromiss ist, dass PTFE weicher und strukturell weniger steif ist als Technikkunststoffe wie POM, Nylon oder PEEK. Das bedeutet, dass die Geometrie für die tatsächliche Einsatzbedingung ausgelegt werden muss, anstatt anzunehmen, dass jeder Kunststoff sich unter Last gleich verhält.
PTFEs Reibwert gehört zu den niedrigsten aller Feststoffe (~0,05–0,10), und es ist im Wesentlichen chemisch inert – beständig gegen fast alle Industriechemikalien, Lösungsmittel und Säuren bis ~260 °C. Diese Eigenschaften machen es einzigartig geeignet für Dicht- und Dichtungsanwendungen, bei denen die Alternative eine viel teurere Metall- oder Keramikkomponente wäre. Die zwei Hauptgrenzen sind Kriechen (Kaltfließen unter Dauerlast) und geringe Verschleißfestigkeit, sofern nicht mit Glas, Kohle oder Bronze gefüllt.